SV Tungeln E1 – VfL Stenum E1 6:3 (1:2)

Zum Start in die Feldrunde erlebten wir am Samstag, den 21.04.2018 ein echtes Wechselbad der Gefühle. Gleich zum Saisonauftakt hatten wir mit dem Herbstrunden-Staffelsieger und Hallen-Vizemeister SV Tungeln den wohl stärkste Gegner der Klasse vor der Brust und hatten uns auf die schwere Aufgabe gut eingestellt.

Bei bestem Fußballwetter freuten sich die beiden gegenseitig bestens bekannten Teams aus Tungeln und Stenum auf das richtungsweisende Topspiel schon in dieser Frühphase der Saison.

Bei bestem Fußballwetter freuten sich die beiden gegenseitig bestens bekannten Teams aus Tungeln und Stenum auf das richtungsweisende Topspiel schon in dieser Frühphase der Saison.

So gingen wir bei bestem Fußballwetter von der ersten Sekunde an beherzt in die Partie und waren vom Fleck weg die spielbestimmende Mannschaft. Schon in der zweiten Minute hatten wir dabei erstmals Grund zum Jubeln, als Tilmann die frühe 1:0-Führung erzielen konnte.

In der Folge hatten wir das Heft in weiter in der Hand und in einer insgesamt von beiden Seiten munter geführten Partie deutliche Feldvorteile. Diese konnten wir Mitte des zweiten Durchgangs erneut in einen Treffer umwandeln, nachdem Tuna einen Freistoß von der Mittellinie scharf auf’s Tor zog und Batu mit dem Außenrist verwertete, nachdem der SVT-Keeper den Ball nur abprallen lassen konnte.

Bis zur 20. Minute änderte sich an den Kräfteverhältnissen nicht viel und mit einer kompakten Leistung unterbanden wir auch das bekannte und gefürchtete Angriffsspiel der Gastgeber. Fünf Minuten vor dem Ende des ersten Durchgangs setzten diese aber ein erstes Ausrufezeichen und scheiterten bei einem Versuch nur knapp am Pfosten. Als die Partie mit dem Stand von 0:2 in die Pause zu gehen schien und wir einen Angriff nur noch runter spielen brauchten, leisteten wir uns aber einen kapitalen Fehler, fummelten uns in des Gegners Abwehrbollwerk fest und der setzte gegen unsere aufgerückte Defensive einen blitzschnellen Konter, der mit dem Pausenpfiff zum 1:2-Anschlusstreffer für den SV Tungeln endete.

Szenen wie diese waren im ersten Durchgang tatsächlich Mangelware und nur selten spielte sich das Geschehen so dicht vor unserem Gehäuse ab. Nach dem Seitenwechsel sollte es aber ganz anders kommen.

Szenen wie diese waren im ersten Durchgang tatsächlich Mangelware und nur selten spielte sich das Geschehen so dicht vor unserem Gehäuse ab. Nach dem Seitenwechsel sollte es aber ganz anders kommen.

Wir wussten, dass dieser Gegentreffer zum absolut ungünstigsten Zeitpunkt gefallen war und den bis dahin wenig zur Entfaltung gekommenen Platzherren neuen Glauben und Auftrieb geben würde. So nahmen wir uns vor, zum Start in die zweite Halbzeit besonders achtsam zu sein, was uns aber leider so gar nicht gelang. So leisteten wir uns nur zwei Minuten nach Wiederbeginn einen weiteren Schnitzer, spielten den Ball nach eigenem Einwurf unbedrängt in des Gegners Fuß und der konnte wiederum blitzschnell umschalten und seinen eigenen Angriff zum frühen Ausgleich abschließen.

Danach spürte man förmlich, wie sich Unsicherheit in unseren eigenen Reihen breit machte und die Jungs zunehmend nervöser wurden. Gleichzeitig bekam Tungeln durch den Ausgleich nach dem vergleichsweise schlechten ersten Durchgang nun Rückenwind und spielte sich von Minute zu Minute in einen Rausch. So bekamen wir vier Minuten nach dem Ausgleich mit viel zu zögerlichem Abwehrverhalten keinen Zugriff auf den quirligen Maxi, der sich gleich durch drei Stenumer wühlte und zum 3:2 vollstreckte. In der Folge verteilten wir weiter munter Geschenke, leiteten mit einem weiteren Abspielfehler das 4:2 in der 36. Minuten ein und ließen nur zwei Minuten später gar das 5:2 zu, bei dem wir dem Ball nach einem langen Abstoß nur hinterher schauten, anstatt einzugreifen, so dass plötzlich ein SVT Angreifer frei vor unserem Gehäuse auftauchte und keine Mühe hatte, die Vorentscheidung zu erzielen.

Nach dieser kalten Dusche berappelten wir uns in den Schlussminuten zwar noch einigermaßen, suchten noch einmal den Weg nach vorn und wer weiß, wie die Partie gelaufen wäre, hätten wir den Ball nicht in der 40. und 41. Minute zweimal um Haaresbreite am Tor vorbei geschoben und hätte der Unparteiische in der 42. Minute ein doch recht klares Handspiel im Strafraum zur allgemeinen Verwunderung nicht mit dem 20 Jahre alten „angeschossen“ gewertet und geahndet.

So aber folgte auf dieses kleine Strohfeuer postwendend die endgültige Entscheidung mit dem 6:2 aus einem undurchsichtigen Strafraum-Gewühl heraus. Zwar gelang uns in der 44. Minute durch einen schönen Lupfer von Tilmann zwar noch Ergebniskosmetik, zu mehr reichte es dann aber nicht mehr, da Tungeln mit der sicheren Führung im Rücken die Partie nun auch ruhig zuende spielte, während uns der Glaube fehlte, noch etwas bewirken zu können und so kamen auch keine echten Torgelegenheit mehr zustande.

Unterm Strich nach dem ersten Durchgang und der 2:0-Führung bei lange Zeit sicherer und dominanter Spielweise eine tatsächlich unnötige Niederlage in einem verrückten Spiel mit zwei vollkommen unterschiedlichen Hälften. Gleichermaßen dann aber auch ein verdienter Sieg für die Gastgeber, die uns in der zweiten Hälfte eine Lehrstunde an Einsatz und Teamgeist erteilten, während wir viel zu schnell die Köpfe hängen ließen und uns teils unerklärliche Fehler leisteten, die auf diesem Niveau in dieser Fülle einfach nicht passieren dürfen.

Für die zahlreichen Zuschauer allemal ein torreiches und hoch interessantes Spektakel, dessen Verlauf am Ende aber auch niemand so recht zu erklären vermochte. Ein fairer Glückwunsch geht derweil nach Tungeln und Respekt für diesen bärenstarken zweiten Durchgang. Für uns heißt es derweil Mund abputzen und im weiteren Rennen um die Vizemeisterschaft nicht noch einmal eine solch desolate Einstellung an den Tag zu legen.

Tore:
0:1 (2.) Tilmann
0:2 (13.) Batu
1:2 (25.)
2:2 (27.)
3:2 (31.)
4:2 (36.)
5:2 (38.)
6:2 (43.)
6:3 (44.) Tilmann

Es spielten:
Batu, Dennis, Jano, Kevin, Marc, Matis, Mika, Niki, Til, Tilmann, Tuna

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